Dieter Freese, weitere Geschichte

Von der Grenzpolizeistation Freyung erhielt ich foldende Texte:

Auf dem allgemeinpolizeilichen Sektor ist vor allem die Festnahme des Raubmörders Dieter Freese im Winter 1962 durch die Beamten Wigg AIGNER und Fred OVER der Grenzpolizeistation Frauenber zu erwähnen.

Wochenlange Großfahndung der westdeutschen Polizei, unterstützt durch Fernseh-, Rundfunk- und Presseveröffentlichungen, nach dem Bankräuber und Raubmörder F r e e s e , der am 14.02.1962 den Kssierer der Sparkasse Winningen an der Mosel erschossen hat, verliefen ergebnislos. Am 09.03.1962 konnte der Täter schließlich im unmittelbaren Grenzgebiet der CSSR-Grenze, etwa 3 km nordwestlich von Haidmühle, Lkr. Freyung-Grafenau, aufgestöbert werden.
Bei der Überwältigung dieses gefährlichen Verbrechers haben die Beamten eine vorbildlicheDienst- und Pflichtauffassung bewiesen und durch besondere Umsicht und Einsatzbereitschaft den bemerkenswerten Fahndungserfolg herbeigeführt. Sie verfolgten ohne konkreten Auftrag in fast vierstündigem Einsatz die Spur des Flüchtigen in kliehohen Schnee, bis sie ihn schließlich stellen konnten.
Mit Entschließung vom 05.04.1962 hat der damalige Staatsminister des Innern, Dr. hc. Alfons GOPPEL, den Beamten für ihr unerschrockenes Einschreiten seine Anerkennung ausgesprochen. Er würdigte das vorbildlichen Verhalten der Grenzpolizeibeamten, welches in der gesamten deutschen Öffentlichkeit, insbesondere aber bei den mit der Fahndung nach dem Raubmörder Freese befaßten Stellen, große Beachtung gefunden hatte.



Freyung

Raubmörder Dieter Freese schlief in einem Stall

F r e y u n g (gr). Der Raubmörder und Bandenführer Dieter Freese (49), dessen Ausbruch aus dem Zuchthaus Dietz am 1. Februar Schlagzeilen machte, sitzt wieser hinter Schloß und Riegel. Er wurde von einem Beamten der Bahnpolizei in Boppart schlafend in einem Schafstall aufgestöbert. Auch als der vor 27 Jahren meistgesuchte Verbrecher der Bundesrepublik von einem Beamten der Grenzpolizei am "Dreiländereck" festgenommen wurde, überraschte der Beamte den Gesuchten im Schlaf in einem Waldstück.
Das war am 9. März 1962; Freese war 22 jahre alt. Er war damals Anführer der Bande, die vor allem in Nordrhein-Westfalen Morde und Überfälle beging. Freese wurde zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. Sein Ausbruch kam für die Polizei nicht unerwartet. denn er hat immer wieder diese Absicht kundgetan.
Als dann am 1. Februar die Meldung über die Agenturen ging, daß Freese ausgebrochen ist, herrschte vor allem auch im Landkreis Freaung-Grafenau Alarmstimmung, hielt man es doch nicht für ausgwschlossen, daß der Verbrecher zurückkommen könnte, um sich für die damalige Festnahme an dem Beamten, der schon im Ruhestand lebt, zu rächen. Die Meldung von seiner Festnahme in Boppart löste Erleichterung aus.
Auch diesmal wurden dem Gesuchten Müdigkeit und Schlafbedürfnis zum Verhängnis. Als ein Beamter der Bahnpolizei in Boppart seinen Schäferhund ausführte, zog das Tier zu einem Schlafstall. Hier fand der Beamte einen schlafenden Mann und nahm ihn fest, ohne zunächst zu wissen, daß er den als gefährlich eingestuften, gesuchten Verbrecher vor sich hatte. Das wurde erst klar, als er dern Mann zu seiner Dienststelle brachte.

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Für diese Seiten verantwortlich: Klaus Blömeke. Letzte Aktualisierung: 26.6.2002.

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