Eingang 38 (Aerostahl-Stollen)

Das ist der Eingang zum dritten der großen Systeme auf der Sommerseite. Hier war gegen Ende des 2. Weltkrieges unter dem Decknamen "Schlammpeitzger" die Firma Aerostahl untergebracht, daher der Spitzname "Aerostahl-Stollen". Gegen unbefugtes Besuchen ist er mit eine dicken Betonwand geschützt, lediglich Für Fledermäuse blieben einige enge Flugschlitze. Im Sommer zieht hier ein ständiger Luftzug heraus, aus dem einigermaßen deutlich eine Parfüm-Note heraussticht. Irgendwann nach dem 2. WK wurden hier Essenzen der Firma 4711 von den Allierten Für ein illegales Schnapslager gehalten und die Behälter zerstört. Der saugfähige Tuff hat das aufgenommen und dünstet das jetzt seit 50 Jahren wieder aus. Durch Witterungseinflüsse lösen sich im Bereich vor der Betonwand immer wieder Teile der Decke (Lebensgefahr!).

Eingang 38

EisentreppeAlte Eisenleiter vom "Erdgeschoß" in die 2. Sohle. Stammt vermutlich aus Bergwerkzeiten, da sich meiner Kenntnis nach die Rüstungsindustrie ausschließlich mit dem Erdgeschoß beschäftigt hat.



Pfeiler

Im Rahmen der Ausbauarbeiten zu einer Fabrik wurde im "Aerostahlstollen" etwas aufgeräumt, der meiste Schutt wurde in die tiefergelegenen Stockwerke geschafft, der Boden wurde betoniert, zwei etwas marode Pfeiler mit Beton umzogen und drei neue Pfeiler aus Beton gebaut. Oben ist der südlichst gelegene Pfeiler zu sehen, über den beiden anderen hat nach deren Sprengung die Decke nicht gehalten, so daß diese beiden Pfeiler unter dem herunterfallenden Schutt begraben wurden.. Über dem oben abgebildeten Pfeiler kann man an der Decke noch die Stelle erkennen, unter der er mal stand.


ummauerter PfeilerDas ist einer der beiden ummauerten Pfeiler. Der Beton unterscheidet sich deutlich vom Tuff. Die Qualität des Pfeilers ist nicht ganz so gut, wie sie auf den ersten Blick noch scheinen mag. Unter diesem Pfeiler befindet sich leider nur ein leerer Raum, daher gibt der Boden hier nach. Mittlerweile hat sich ein Spalt zwischen Decke und Pfeiler gebildet (ca. 2 cm).


WeingüttinEins von drei Reliefs. Soll angeblich von einem italienischem Fremdarbeiter zwischen 1935 /40 gemacht worden sein. Anderer meinen, es hätte ein Zwangsarbeiter der Fa. Aerostahl gemacht. Schwer vorstellbar, daß die Zwangsarbeiter daFür noch die Kraft hätten haben sollen. ebenfalls schwer vorstellbar, daß die Aufseher das geduldet hätten. So oder so, die Reliefs sind jedenfalls da.



NeptunDas ist Bacchus, der Weingott.



ReliefDas dritte Relief soll vermutlich die Madonna darstellen. Leider stark durch Russ verschmutzt.



MadonnaDiese Skulptur ist etwa 100 m von den anderen entfernt. Sie unterscheidet sich durch ihre dreidimensionale Machart erheblich von denen im anderen Raum. Des weiteren weist sie Reste weißer Farbe auf, offensichtlich war sie früher komplett weiß gestrichen. Mehrere Beschädigungen der Figur sehen aus wie Einschußlöcher. An dieser Figur sind regelmäßig noch brennnende Grablichter oder deren ausgebrannten Reste zu sehen.



Caletti"Calletti 1.1.45"
Zwangsarbeiter der Firma Aerostahl



Caletti"HIAROT"
Zwangsarbeiter der Firma Aerostahl



Caletti"Nr. 15
<BRENNA SILVIO>"
Zwangsarbeiter der Firma Aerostahl



Schleifspuren

Ein Schacht nach unten. Deutlich zu sehen sind die Spuren der Stahlseile, mit denen Steine nach oben geschafft wurden. Besonders groß ist der Raum unten nicht, hat aber eine schöne große Trockenmauer aus Schutt, sehenswert.


Schienen

Schienen der alten Lorenbahn. Die Schienen ziehen sich etwa 150 m relativ geradeaus durch den Berg. I. A. fallen sie nicht weiter auf, da sie sich mit Dreck zugesetzt haben, erahnen kann man sie aber noch. Das Stück auf dem Bild ist durch den Deckeneinsturz hochgedrückt worden. Dieser Teil der Decke kam nicht im Rahmen der Sprengungen, sondern erst später 1993 oder 94 herunter. Wer Bilder von vorher oder ein genaueres Datum hat möge mir bitte mailen. (erstkontakt1@avaris-webdesign.de)


KlotzDieser Klotz kam auch um 1994 heunter. Auch hier wäre ich Für einen genauen Hinweis und Bilder von vorher dankbar.



Ofenkaulen im Winter

Home


Für diese Seiten verantwortlich: Klaus Blömeke. Letzte Aktualisierung: 28.1.2003

Suchmaschinenoptimierung